„So war das aber nicht gedacht! - „Bessere Software-Qualität durch modellbasiertes Testen, damit der Kunde bekommt was er braucht“

Entscheidend für den Projekterfolg in der Software-Entwicklung ist das richtige gemeinsame Verständnis der Anforderungen, damit der Kunde am Ende auch genau das bekommt was er braucht. Wie schafft man es nun als Informatiker ohne das entsprechende spezifische Domänenwissen die Anforderungen zu erfüllen und nicht aneinander vorbei zu reden?

Dieser Beitrag zeigt Methoden auf wie mit einem modellbasierten Ansatz alle Beteiligten erfolgreich kooperieren und kommunizieren können. Dabei dienen UML-Diagramme als gemeinsame Sprache und bewähren sich auch bei der Qualitätssicherung in den Reviews der Anforderungen.

Der Vortrag erläutert das konkrete Vorgehen bei der Entwicklung eines verteilten Systems für ein Zahlungsverfahren und berichtet von den Erfahrungen bei der Umsetzung in der Praxis.

Nutzen für den Teilnehmer:
Der Zuhörer wird durch den Vortrag dafür sensibilisiert Gründe für Verständnisprobleme in Projekten zu erkennen. Er lernt Vorgehensweisen kennen, um schlechte Qualität und Fehlentwicklungen in der Software-Entwicklung zu vermeiden.
Der Vortrag erläutert Problemstellungen und Lösungen aus der Praxis anhand eines konkreten Projektes. Es geht z.B. um Projektglossare und worauf man dabei achten muss, den Nutzen von Visualisierungen mit UML-Diagrammen beim modellbasierten Testen, Tipps und Tricks damit Menschen aus verschiedenen fachlichen Domänen sich besser verstehen und ein gutes Team bilden.
Die praktischen Maßnahmen können z. T. sofort ausprobiert und umgesetzt werden.

Behandelte Problemstellungen:
In Software-Projekten gibt es oft Kommunikationsprobleme und Missverständnisse zwischen Software-Entwicklern und den Auftraggebern bzw. Anwendern, die meist aus einer anderen Branche kommen und eine andere Fachsprache haben. Das erschwert den Transfer von domänenspezifischem Wissen und das Formulieren von korrekten Anforderungen.
Lösung:
Anwender ins Boot holen (on-site Customer), Pair-Modeling, gemeinsames Projektglossar

Im Projekt wird oft aneinander vorbeigeredet zwischen den Mitarbeitern aus den Teilbereichen Anforderungsmanagement, Entwicklung, Test und auch dem Management. Manche Aspekte werden gar nicht angesprochen, da sie für einen selbstverständlich scheinen oder sie werden falsch verstanden und fehlinterpretiert.
Lösung:
Visualisieren von Abläufen (mit UML-Diagrammen, modellbasierter Test), vertrauensvolle Atmosphäre schaffen, damit Mitarbeiter sich trauen Probleme anzusprechen und nichts verschleiern

Die entwickelte Software ist oft zwar funktionsfähig, aber am Einsatz in der Praxis des Anwenders vorbei entwickelt. Die Entwickler sind stolz auf neue „features“ von denen viele nicht benutzt werden oder nicht einmal bekannt sind, während dringende Bedürfnisse nicht erfüllt werden.
Lösung:
Prototyping, frühe Usability Tests, kurze Entwicklungszyklen, Hospitation bei Praxiseinsatz

Vorgetragen von: Sabine Link
Unternehmen: Method Park Engineering GmbH

Vortragssprache: Deutsch
Level: Einsteiger
Zielgruppe: jeder, der Software entwickelt oder in Auftrag gibt und sonstige Interessierte und Betroffene

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