Testautomatisierung weitergedacht: Modellbasiertes Testdesign – strategische Testfallgenerierung – Simulation

Beim Test von sicherheitsrelevanten, komplexen Systemen finden sich drei Hauptprobleme:

 

1. Wie beschreibt man die Anforderungen an das System, so dass man einerseits die Komplexität berücksichtigt und gleichzeitig die Übersichtlichkeit erhalten bleibt?

2. Wie kann man dieTestabdeckung systematisch, konsistent und nachvollziehbar definieren und die nötigen Testfälle dafür sicherstellen?

3. Wie kann man die Menge an Testfällen in der verfügbaren Zeit durchführen?

 

In Zusammenarbeit mit einem führenden Konzern der Automobilzulieferbrache wurde eine Methode entwickelt und in den Einsatz gebracht, in der ein modellbasiertes Testdesign, automatische Testfallgenerierung und eine automatische Testdurchführung in einer simulierten Fahrzeugumgebung vereint wurden.

 

Nutzen für den Teilnehmer:
Der Teilnehmer erfährt wie durch modellbasiertes Testdesign der Testraum vollständig definiert werden können. Er lernt welche Möglichkeiten es gibt, Testabdeckungskriterien festzulegen und die dafür nötigen Test-Sets zu generieren. Es sieht welches Potential eine Testdurchführung in einer Simulation speziell für Fahrertest hat.
Er kann abschätzen welche Einsparungen in seinem Testprozess möglich wären. Er erfährt wie das neue Konzept umgesetzt und eingeführt wurde.

Behandelte Problemstellungen:
Durch die zunehmende Komplexität der Softwaresysteme in Fahrzeugen nimmt der Aufwand zum Erstellen, der Pflege und der Durchführung von Testfällen exponentiell zu. Durch ein modellbasiertes Testdesign und eine automatische Testfallgenerierung lässt sich der lineare Zusammenhang zwischen Anzahl der Testfälle und dem Aufwand für Erstellung und Pflege aufbrechen.

Im Blackbox-Test ist die Testabdeckung sehr schwer zu definieren und noch schwieriger zu messen. Der Einsatz von Testmodellen erlaubt ein ähnliches Vorgehen wie beim Whitebox-Test, bei dem es wohldefinierte Abdeckungsmaße wie Statement-, Branch- oder MC/DC-Coverage gibt.

Die Anzahl der benötigten Testfälle auf Grund der wachsenden Komplexität nimmt extrem zu. Gleichzeitig verkürzen sich die Entwicklungszyklen. Das bedeutet die Testdurchführung soll mit immer mehr Testfällen in immer weniger Zeit zurechtkommen.

Vorgetragen von: Martin Beißer
Unternehmen: sepp.med GmbH

Vortragssprache: Deutsch
Level: Fortgeschrittene
Zielgruppe: Testerverantwortliche, Testentwickler, Projektleiter

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